Kurt Hess wurde 1959 in Burgdorf geboren und in der dortigen Kadettenmusik zum Klarinettisten ausgebildet. Später sammelte er im Orchesterverein Burgdorf erste Erfahrungen im klassischen Orchesterspiel. Im Erwachsenenalter erlernte er zudem das Waldhornspiel und erlangte auch da bald Fähigkeiten, die ihm das Mitspielen in verschiedenen EOV-Orchestern ermöglichten. Sein «Stammorchester» wurde das Berner Musikkollegium (BMK). Dort spielte er lange Jahre sowohl als Hornist als auch als Klarinettist. Zeitweise präsidierte er das BMK auch. Als Hornist half er zudem unter anderem mit, das Orchester Belp zu gründen. Auch diesem Orchester blieb er stets verbunden und trat erst gerade im Frühling 2026 dort als Solist auf. Dazu war er über lange Jahre Teilnehmer der Amateurorchesterwoche (Menuhin Festival Amateur Orchestra) anlässlich des Menuhin Festivals in Gstaad. Auch dort zeigte er sich polyvalent und spielte zuerst als Hornist, später als Klarinettist mit. Nach seiner Pensionierung erlernte er mit dem Jazz-Tenorsaxofon ein weiteres Instrument.
Beruflich war Kurt Hess zuerst als Sekundarlehrer tätig, erwarb später Diplome in öffentlicher Verwaltung und Wirtschaftsinformatik. Von 2000 bis 2008 war er Leiter Informatik im Eidg. Finanzdepartement. Später war er Generalsekretär des Schweizer Musikrats (SMR) und danach arbeitete er in der Verwaltung des Kantons Bern.
Von 2011 bis 2015 war Kurt Hess Teil des EOV-Vorstandes und verantwortete die Verbandskommunikation in der Schweizer Musikzeitung (SMZ). In dieser Zeit lernte ich Kurt als humorvollen, stets freundlichen und aufgestellten Menschen kennen, mit dem man nach getaner Arbeit jeweils auch noch gemütlich zusammensitzen konnte.
Noch voller musikalischer Pläne und Projekte verstarb Kurt Hess überraschend Mitte September in seinem 68. Lebensjahr zu Hause in Thun.
Wir werden Kurt ein ehrendes Andenken bewahren.