Im Zentrum dieses einzigartigen Konzertprojekts des Titus Orchester Basel steht das faszinierende Theremin – jenes um 1920 erfundene und als Vorläufer des Synthesizer geltende Instrument, das als einziges der Musikgeschichte berührungslos gespielt wird und mit seinem schwebenden Klang seit Jahrzehnten die Film- und Science-Fiction-Musik prägt.
Höhepunkt des Programms ist die Uraufführung der Auftragskomposition s’Gschänggläädeli des Basler Komponisten Raphael B. Meyer (*1987) für Orchester und Theremin. Das Werk entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Theremin-Solisten Wieslaw Pipczynski und versteht sich als Hommage an Fantasie, Neugier und die Kraft des Staunens. Meyer greift darin Kindheitserinnerungen an das Geschenkgeschäft seiner Mutter im Kleinbasel auf und verwandelt sie in eine poetische musikalische Erzählung.
Neben der Uraufführung erklingen weitere Werke von Meyer und des ebenfalls als Komponist tätigen Pipczynskis sowie Filmmusik und beliebte Orchesterstücke – wie beispielsweise die Syncopated Clock von Leroy Anderson oder zeitlose Western-Melodien von Ennio Morricone. Das Programm verbindet klassische Orchestertradition mit zeitgenössischer Klangkunst und eröffnet neue musikalische Perspektiven für ein breites Publikum. Zugleich setzt das Titus Orchester mit dem Kompositionsauftrag an Meyer ein deutliches Zeichen für die Förderung des regionalen Kulturschaffens.
Aufführungen des Projekts «s'Gschänggläädeli» mit dem Titus Orchester Basel und Theremin-Solist Wieslaw Pipczynski
Samstag, 31. Oktober 2026, 17 Uhr, Theresienkirche, 4123 Allschwil
Sonntag, 1. November 2026, 17 Uhr, Tituskirche, 4059 Basel
Wieslaw Pipczynski, Theremin
Daniel Buser, Sprecher
Noemi Mettler, Harfe
Marcin Lonak und Alexander Otto, Perkussion
Titus Orchester Basel
María Luisa Sopeña, Konzertmeisterin
Beat Kunz, Leitung
www.titus-orchester.ch
www.lokalhelden.ch/gschangglaadeli