Appenzeller Kammerorchester

VERWANDLUNGEN Musik von Johann Sebastian Bach

VERWANDLUNGEN  Musik von Johann Sebastian Bach
Das Appenzeller Kammerorchester überzeugt mit intensivem Kang und Dynamik
Quand
12 déc. 2026 19:30 – 20:40
Où
Kirche Brülisau AI Dorf, 9058 Brülisau
Direction
Peter Grob
Avec
  • Marie-Louise Dähler, Cembalo
  • Antonia Exter , Sopran
  • Laura Kull , Alt
  • Jakob Pilgram, Tenor
  • Léon Moser, Bass
Entrée
Eintritt frei- Kollekte am Ausgang

Programme

«VERWANDLUNGEN»

Von Trübsal über Hoffnung zur Zuversicht

 

Bach - kraftvoll und virtuos

Am Beispiel von Bachs d-Moll-Cembalokonzert

Im Zentrum des neuen Programms des Appenzeller Kammerorchesters steht Johann Sebastian Bachs Cembalokonzert in d-Moll BWV 1052 – eines seiner kraftvollsten und virtuosesten Werke für Cembalo und Streicher mit Marie-Louise Dähler als Solistin.

 

Marie-Louise Dähler verbindet mit dem Appenzeller Kammerorchester eine langjährige Zusammenarbeit: Bereits 2006 führte sie mit dem Orchester Bachs d-Moll-Cembalokonzert auf. Zwanzig Jahre später begeg-nen sich Solistin, Orchester und Werk erneut.

 

Bach entwickelt Bach weiter

Die Geschichte des Cembalokonzerts führt mitten in Bachs Umgang mit eigener Musik. Die überlieferte Fassung für Cembalo und Streicher entstand um 1738. Ihr musikalisches Material ist jedoch älter und geht vermutlich auf ein heute verschollenes Violinkonzert zurück. Bereits in den 1720er-Jahren hatte Bach dieselbe Musik in zwei Kantaten verwendet. In BWV 146 erscheinen die ersten beiden Sätze: der erste als einleitende Sinfonia, der langsame zweite Satz als Ein-gangschor. Bach fügte der vorhandenen Instrumentalmusik vier Sing-stimmen hinzu und verband sie mit den Worten «Wir müssen durch viel Trübsal in das Reich Gottes eingehen». Die Musik des Finales steht als Sinfonia am Beginn der Kantate BWV 188 «Ich habe meine Zuver-sicht».

 

Das Programm «Verwandlungen» führt diese verschiedenen Gestalten wieder zusammen. Die drei Sätze des Cembalokonzerts werden mit Musik und Texten aus den beiden Kantaten verschränkt.

 

Mozarts als Klammer

Auch W.A. Mozart beschäftigte sich intensiv mit Bachs Musik. Im Kreis um Baron Gottfried van Swieten studierte und spielte er Fugen aus dem «Wohltemperierten Klavier» und bearbeitete mehrere davon für Streicher. Diese Bearbeitungen bilden die äussere Klammer des Programms: Es beginnt in d-Moll und führt am Ende nach D-Dur.

 

 

 

À propos de l'orchestre

Das Appenzeller Kammerorchester entstand 2007. Es hat sich mit anspruchsvollen Konzertprogrammen abseits des gängigen Repertoires, auch in Verbindung mit literarischen Texten, einen guten Ruf erworben. Jährlich werden zwei Konzertprogramme erarbeitet. Eines der Ziele des Orchesters ist die Pflege der Barockmusik und die Beschäftigung mit historisch fundierter Aufführungspraxis, ohne neuere Literatur zu vernachlässigen. Es macht auch Abstecher in die Volksmusik. Die Leitung lag bis 2024 bei Jürg Surber. Im Januar 2025 übernahm Peter Grob die Aufgabe. Konzertmeisterin ist Christine Baumann.