Auftakt zur DV am 6. Juni 2026 in Rapperswil mit einem heiter-berührenden Matinéekonzert in der Stadtkirche St. Johann.

DV 2026: 1 neuer Präsident, 3 neue Vorstandsmitglieder, 1 frisches EOV-Magazin und erneuerte Statuten

Die 106. DV am 6. Juni 2026 in Rapperswil brachte dem EOV einige Neuerungen: Die 85 anwesenden Delegierten wählten gleich drei neue Vorstandsmitglieder sowie einen neuen Präsidenten und stimmten den aktualisierten Statuten zu. Auch das mit Spannung erwartete Online-Magazin Resonanz wurde live vor Ort gelauncht. Berührende musikalische Darbietungen und die Kulisse der Rosenstadt am Zürichsee bildeten einen schönen Rahmen.

In der wunderschönen, etwas erhöht gelegenen Stadtkirche St. Johann von Rapperswil hiessen der EOV-Vorstand und das Gastgeberorchester der Caecilia Musikgesellschaft Rapperswil am Morgen des 6. Juni 2026 Menschen aus der ganzen Schweiz willkommen. Für die 106. Delegiertenversammlung des EOV waren 85 Delegierte aus 45 Mitgliedsorchestern sowie Ehrenmitglieder und ein halbes Dutzend weitere Gäste in die Rosenstadt am Zürichsee gereist.
Frank Mehlfeld, Musikdirektor von St. Johann und in dieser Funktion auch Dirigent des Chors und Orchesters der Caecilia Musikgesellschaft Rapperswil, begrüsste die rund 100 Anwesenden in «seiner Kirche».

Auftakt: Heiter-berührendes Empfangskonzert im sakralen Rahmen der Kirche St. Johann und feines Mittagessen im Restaurant Rathaus
Mit ausgewählten Orchestermitgliedern hatte Mehlfeld ein kurzes Empfangskonzert einstudiert. Ein Bläsertrio bestehend aus zwei Klarinetten und Fagott präsentierte ein heiter-liebliches Arrangement des Divertimento KV 229 von Wolfgang Amadeus Mozart. Es folgte Mehlfeld selbst an der Orgel, erst gemeinsam mit der Oboistin Daniela Tracht und anschliessend im Duo mit Konstanze Tracht am Horn, Tochter von Daniela und mit ihren 15 Jahren das jüngste Orchestermitglied der Caecilia Musikgesellschaft. Die erhabenen Klänge im sakralen Rahmen der Stadtkirche und insbesondere das innige Hornspiel berührten viele Delegierte tief.
Nach der Matinée verschoben sich die Delegierten und Gäste zum Mittagessen ins Restaurant Rathaus. Im repräsentativen Saal des Obergeschosses genossen alle einen feinen Drei-Gänger, ausgezeichneten Service und führten gute Gespräche.

Statutarischer Teil: Alle Geschäfte einstimmig angenommen
Zum Auftakt des statutarischen Teils am Nachmittag im Eventhouse Rapperswil spielte das EOV-Bibliotheksteam mit Claudia Dentan (Oboe, abtretende Bibliothekarin), Esther Boder (Blockflöte, neue Bibliothekarin) und Allard Eekman (Posaune, Leitung Bibliothek) ein frohes Ständchen.
Die Protokolle der ordentlichen Delegiertenversammlung vom 26. April 2025 in Solothurn und der ausserordentlichen DV am 22. November 2025 in Zürich sowie der Jahresbericht des Präsidenten und die Jahresrechnung 2025 inkl. Revisorenbericht wurden einstimmig angenommen.
Kassierin Niccolà Schaub erläuterte das Budget für das Jahr 2026, welches unveränderte Mitgliederbeiträge und SUISA-Beiträge sowie einen Pauschalbeitrag für die Verbandskommunikation (in gleicher Höhe wie der ehemalige SMZ-Beitrag) vorsieht. Die Delegierten genehmigten auch das Budget 2026 einstimmig.
Die abtretende Kommunikationsverantwortliche Miriam Schild (die hier Schreibende) lancierte live vor Ort das neue, verbandseigene Online-Magazin Resonanz – welches mit Spannung erwartet worden war. «Wir publizieren auf der neuen Kommunikationsplattform Artikel über Angebote und Aktivitäten des EOV – vor allem aber erhalten unsere Mitgliedsorchester vielfältige Möglichkeiten, um sich und ihr Schaffen zu präsentieren», betonte sie. Miriam Schild präsentierte den Konzertkalender mit automatischem Export auf myswitzerland.com sowie die Funktion zum Publizieren eigener Konzertberichte. Verschiedene Meldungen aus dem Publikum zeigten sich erfreut über die moderne Plattform und die neuen Publikationsmöglichkeiten für die Orchester.
Joel Mähne erklärte anschliessend die vom Vorstand beantragten Statutenänderungen. Die Einführung eines rein digitalen Kommunikationsorgans bedurfte einer Anpassung der Verbandsstatuten. Auch sollten – nach der Pandemieerfahrung – die statutarischen Voraussetzungen für die digitale Durchführung von Delegiertenversammlungen geschaffen werden. Die aktualisierten Statuten wurden einstimmig und mit Dank gutgeheissen.

Wechsel im Vorstand: 3 neue Vorstandsmitglieder gewählt, Stephan Matter wird neuer Präsident, 4 Vorstandsmitglieder nach langjähriger Tätigkeit verabschiedet
Die Kulturmanagerin Sinikka Jenni, der Jurist und Geiger Kenan Bajrami aus Bern und der Unternehmensberater und Cellist Matthias Leybold, welcher aus terminlichen Gründen nicht vor Ort sein konnte, stellten sich als neue EOV-Vorstandsmitglieder zur Wahl. Sinikka und Kenan wurden von den Delegierten mit Applaus einhellig im Amt willkommen geheissen, Matthias wurde in Abwesenheit einstimmig gewählt.
Den drei Neugewählten standen vier Rücktritte gegenüber: Johannes Reinhard (Präsident), Bernadette Wiederkehr (Vizepräsidentin), Miriam Schild (Kommunikationsverantwortliche und Verbandsredaktorin SMZ) und Lena Ruoss (Juristin) beendeten ihre Vorstandstätigkeit. Mit persönlichen Laudationes und liebevollen Geschenken wurden alle vier für ihr teils langjähriges Engagement für den EOV geehrt. In einem Interview schauen wir mit Johannes auf seine 15-jährige Amtszeit zurück.

Johannes Reinhard, Bernadette Wiederkehr und Miriam Schild wie auch die langjährigen, in den Ruhestand getretenen Bibliotheksmitarbeiterinnen Claudia Dentan und Claudia Schröter wurden zusätzlich zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Der abtretende Präsident Johannes Reinhard betonte, dass der Vorstand trotz vier Rücktritten gegenüber nur drei Neugewählten beschlussfähig bleibe. Man sei aber weiterhin auf der Suche nach einem weiteren kompetenten und engagierten Vorstandsmitglied.
Zum neuen EOV-Präsidenten wählte die Versammlung einstimmig und mit grossem Applaus Stephan Matter. Er ist bereits seit 2022 Vorstandsmitglied, Oboist in zahlreichen Amateurorchestern, stammt aus der Region Thun und wohnt heute in Lausanne. Wir gratulieren Stephan herzlich zur Wahl und werden ihn nach den Sommerferien in Resonanz ausführlich vorstellen.

Aufschlussreicher Workshop zum Thema Urheberrecht mit 2 Experten der SUISA
Nach einer kurzen Pause referierten Toni Falzetta und Martin Korrodi von der SUISA in einem Weiterbildungs-Workshop zum Thema Urheberrecht. Die zahlreichen gezielten Nachfragen aus dem Publikum zeigten, dass sich viele Anwesende mit dem Thema bereits beschäftigt hatten, und die Anwesenden schätzten die äusserst kompetenten Experten und ihre Auskünfte. Anfang Juli werden wir einen Newsletter mit dem Schwerpunkt-Thema Urheberrecht verschicken und in Resonanz die wichtigsten Punkte des Referats prägnant aufbereiten. Gleichzeitig zum Workshop fand eine Stadtführung durch die malerische Altstadt von Rapperswil statt.

Apéro und Austausch
Im Foyer des Eventhouses versammelten sich die Delegierten schliesslich zum gemütlichen Apéro und nutzten die verbleibende Zeit für einen anregenden Austausch.
Wir danken der gastgebenden Caecilia Musikgesellschaft Rapperswil, insbesondere Simone Rudman und Christina Cassina und den auftretenden Musiker:innen, sowie Bernadette Wiederkehr und Lena Ruoss vielmals für die perfekte Organisation eines wunderschönen und lehrreichen DV-Tages.

Zum Vormerken: Die nächste Delegiertenversammlung findet am Freitag, 4. Juni 2027 in Basel statt. Als Gastgeberorchester wird das Classical Orchestra Roche um Co-Präsident Gideon Brunner fungieren und die Orchesterdelegierten auf dem Areal der Roche willkommen heissen. Tragen Sie den Termin gleich in Ihre Agenda ein.